Drogenfilme

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Drogenfilme

Post by Lupo on Mon Sep 07, 2015 7:13 pm

Das Thema des ersten Double Features lautet : Drogenfilme.

Die beiden von mir und Reefer ausgewählten Filme sind:

Trainspotting
Half Baked
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Tue Sep 08, 2015 11:09 am

Ein bisschen Groteske und ein bisschen was zu lachen.
Gute Mischung.

Double Feature bedeutet: Harpo und ich suchen uns irgend ein Thema aus, und anschließend wählen wir zwei Filme, die zum Thema passen.
Dann besprechen wir die Filme und erzählen ein bisschen was zum Thema.
In unserem alten Forum haben wir diverse Double Features abgehalten.
Themen waren da u.a. Stephen King, Wes Craven und Gangs.
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Tue Sep 08, 2015 4:10 pm

@Harpo
Ich lasse dir den Vortritt. tongue
Zuerst "Trainspotting"?
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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Tue Sep 08, 2015 5:23 pm

Gute Wahl, so hatte ich auch gedacht.
Aber mein Text ist noch nicht ganz fertig und ich habe gerade so dermaßen miese schlechte Laune, dass das heute nichts mehr wird.
Morgen Nachmittag wird dann geliefert.
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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Wed Sep 09, 2015 4:25 pm

here we go

Trainspotting

Erzählt wird die Geschichte einer Clique junger Junkies in Edinburgh. Der Erzähler ist Mark Renton (Ewan McGregor) der gleich zu Beginn des Filmes clean werden will. Das kann natürlich nicht (dauerhaft) klappen wenn er mit seinen Junkie Kumpels (Spud, Sick Boy u.a.) zusammen bleibt. Im Zentrum des Filmes steht die Clique und Rentons wiederholte Versuche clean zu werden.

Es gibt ja grundsätzlich zwei Arten von Drogenfilmen. Die einen feiern einen partyhaften vergnüglichen Drogenkonsum (meist Kifferfilme), die anderen thematisieren die Probleme, die Drogensucht mit sich bringt. Trainspotting gehört definitv zur zweiten Kategorie – auch wenn er sehr unterhaltsam ist. Interessanterweise wurde ihm von einigen Kritikern tatsächlich Verherrlichung von Drogenkonsum vorgeworfen.
Da kann man dann nur noch den Kopf schütteln und sich fragen, ob diese „Kritiker“ gar nicht bis zu der üblen „Babyszene“ geschaut haben. Ebenso wird grausam deutlich gezeigt, dass Junkies keine Freunde sind oder sein können. Sobald es um den nächsten Fix geht, gibt es keine Freundschaft mehr, da wird der beste Kumpel ohne zu zögern betrogen, wenn nötig. Im Zentrum der Verherrlichungskritik stand damals die „Tauchszene“. Sicher, das sieht klasse aus und war von der Regie ein super Idee. Aber ganz im Ernst: Der taucht dort in einem dreckigen Klo auf der verzweifelten Suche nach seinem Stoff – find ich jetzt nicht so nachahmenswert.
Die schauspielerischen Leistungen sind ordentlich bis sehr gut. Ich bin damals durch Trainspotting auf Robert Carlyle aufmerksam geworden, der das Arschloch Bagbie wirklich großartig spielt.
Alles in allem ein großartig unterhaltender Film über Drogensucht ohne Verherrlichung oder erhobenem Zeigefinger.

8/10


P.S.: Gestern auf den gmx Nachrichten gelesen, dass Danny Boly wohl einen zweiten Teil drehen will. Scheint bislang aber nur ein Gerücht bzw ein Wunsch



http://www.filmstarts.de/nachrichten/18496772.html
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Thu Sep 10, 2015 3:12 am

Würde ich dich nicht kennen, würde ich direkt sagen: N Guter Mann.
Jenuch jesabbel, morgen hau ich auch was zum Film raus,
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Fri Sep 11, 2015 9:50 am

"Trainspotting"

Über die Handlung muss ich ja nicht mehr großartig viel erzählen.
Es geht um eine Gruppe von abgefuckten Junkies, die in einem Vorort von Schottland leben.

"Trainspotting", das ist einer der so genannten 90er Kultfilme.
Ein Film von dem die älteren und coolen Jugendlichen gesprochen haben, als der kleine Reefer 12 Jahre alt war und seine ersten Pickel bekommen hat.
Mit 12 Jahren hat man weder Ahnung von Filmen, noch vom Leben, aber man konsumierte filmisch alles, was die coolen Großen einen vorgsetzt haben.
"Trainspotting" war eine meiner ersten Filmanschaffungen. 39,99 DM waren für 'nen 12 Jährigen Knirps auch 'ne ordentliche Stange Geld.

Meine erste Sichtung: ganz ehrlich, ich konnte mit dem Film nicht wirklich viel anfangen. Mir war das alles zu dreckig und zu asozial. Dazwischen habe ich den Film auch nicht ganz verstanden. Die Aussage war zwar klar: Heroin ist scheisse! Aber der Rest...nee.

Zweitsichtung: einige Jahre später. Ich muss damals 19 oder 20 gewesen sein.
Da ist der Funke direkt übergesprungen. Und mir wurde klar, dass es sich bei "Trainspotting" nicht nur um einen dreckigen Film über ein paar Fixer handelt.

Drittsichtung: vor einigen Tagen. Jup, "Trainspotting" sieht immer noch wie ein dreckiges Crackhole aus. Der Film macht spass, ohne, dass der Film es darauf anlegt, es dem Zuschauer so nett wie möglich zu machen.
Der Film präsentiert wirklich heruntergekommene und eklige Junks, mit denen man im Leben nichts zu tun haben will.
Wie Harpo schon schrieb, haben dem Film manche Kritiker eine Verharmlosung des Drogenkonsums vorgeworfen, was ich ebenfalls nur mit heftigem Kopfschütteln erwidern kann.
Nehmen wir als Beispiel mal Mark Renton's kalten Entzug. Der Typ hat Schmerzen und sieht, wie das tote Junkybaby an der Decke rumkrabbelt. Für mich wirkte das alles andere als harmlos. Allegemein die Sache mit dem Baby, da möchte man am liebsten im Strahl brechen. Aber manchen scheint das halt noch zu harmlos zu sein. Tja, komische Irrlichter.
Ich würde "Trainspotting" fast schon als Groteske bezeichnen. Die Szene mit der dreckigsten Toilette Schottlands macht das mehr als deutlich.
"Trainspotting" ist ein Film der für sich alleine steht und definitiv keine Fortsetzung braucht.

8.5/10
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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Fri Sep 11, 2015 4:11 pm

Sieht so aus, als wären wir in diesem Fall 100% einer Meinung.
Mit 12 40 Mark und dann den Film?
Ich glaube, das hätte mich mit 12 aus mehreren Gründen fertig gemacht.

Dass Trainspotting für sich allein steht und keine Fortsetzung braucht, da stimme ich dir zu.

Sollte sie allerdings kommen, werde ich nicht zögern, sie mir anzusehen.

Da Half baked dein Wunsch war, darfst du vorlegen
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Sat Sep 12, 2015 1:45 am

Meine Eltern haben damals gut verdient. Dementsprechend sah auch mein Taschengeld aus. Was nicht heißt, dass ich übermäßig viel bekommen habe.
Mussten damals 10 Mark pro Woche gewesen sein.
Nebenbei hat man auch noch so was ausser der Reihe bekommen.
Und wenn die Mama morgens mal keine Zeit hatte, dem kleinen Reefer ein Frühstück zu machen, dann hat sie dem kleinen Reefer auch mal 'nen 5er in die Hand gedrückt, was er natürlich nicht für ein Frühstück ausgegeben hat.

"Trainspotting" ist auch kein Film für einen 12 Jährigen.
Ich hatte null Probleme das irgendwie zu verarbeiten, aber ich fand ihn recht eklig und dreckig. Nur das "Coole" konnte ich damals in keinster Weise für mich ausmachen.

Halbgebacken kommt gleich oder im Laufe des Tages.




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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Sat Sep 12, 2015 9:07 am

Reefer Sutherland wrote:
"Trainspotting" ist auch kein Film für einen 12 Jährigen.

Das kann man definitiv so fest halten.
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Mon Sep 14, 2015 1:58 pm

"Half Baked"

Ein Film, der mein Leben verändert hat!!

Ich war damals 14 und saß beim Kumpel im Filmkeller rum.
Wir schauten Viva Zwei (das war noch Bildungs-TV), als die große Schwester von meinem Kumpel zu uns runter kam und einen Film in den Videorekorder schob.
Auf die Frage, was sie da für eine Kassette reingeschmissen hat, antworter sie: einen Kifferfilm.
Aha. Kiffen...joa, Joints und so. Keine Ahnung. Ok, schauen wir mal rein.
Die große Schwester war zu dem Zeitpunkt wohl übelst high, aber wenn du mit Kiffen und Drogen bis zu dem Zeitpunkt nichts am Hut hattest, realisierst du das nicht, sondern wunderst dich nur, warum Kumpel's Schwester so kleine Augen hat und warum sie ständig vor sich hin wiehert (sie hatte 'ne ganz schreckliche Lache).
Wir schauten also zu dritt den Film, in dem ein paar Kiffer Dudes einen anderen Kiffer Dude aus dem Knast holen wollen, weil dieser völlig stoned einem Diabetiker Polizeipferd Unmengen an Süßigkeiten zu fressen gegeben hat, worauf das Pferd schließlich hopps gegangen ist, und der Kiffer Dude als Cop-Killer vorläufig ins Kitchen gewandert ist. Nebenbei verticken die restlichen Kiffer Dudes hochprozentiges Medizinisches Marihuana, das sie aus einem Labor mitgehen lassen.
Wenn ich behaupte, dass wir während der Sichtung alle auf dem Boden lagen und nicht mehr klar kamen, dann ist das nicht untertrieben.
Ich habe bis zu dem Zeitpunkt bei keinem anderen Film so sehr lachen müssen, dass ich wirklich schmerzen hatte und dachte, gleich reisst dir dein Zwerchfell.
Der Film hat das Thema Kiffen, was vorher immer verpönt und von den Medien als übelste Einstiegsdroge dargestellt wurde, auf völlig überzeichnete, fast schon harmlose Weise präsentiert. So, dass Kumpel und ich nach dem Film den Entschluss gefasst haben, Damn!...das müssen wir auch mal ausprobieren.
2 Tage später saßen wir dann bei der Schwester im Zimmer und haben ordentliches Weed aus Holland (was rund 35 km entfernt liegt) aus 'ner Bong geraucht. Der zweite Kopf hatte mich in den Orbit katapultiert, und ich war 8 Stunden lang auf sämtlichen Planeten der Galaxis unterwegs. Inklusive minutenlange Lachkicks, 'nem späteren Fresskick und dem ganzen Pipapo.
Am nächsten Tag schauten wir den Film erneut. Ohne, das wir was geraucht haben. Diesmal konnten wir aber noch mehr der Witze verstehen, Kleinigkeiten die wir bei der Erstsichtung nicht gerafft hatten, wurden plötzlich sonnenklar.
"Half Baked" ist eine unglaublich großartige Komödie, wenn man auf richtig flachen Humor klar kommt.
"Kiffen ist eine Einstiegsdroge!"
- "Ja klar, für Junkfood."
Der Film hat kleine Gastauftritte von u.a. Snoop Dog, Stephen Baldwin, Willie Nelson, und Tommy Chong. Wobei mir die Parts von Nelson und Baldwin als MacGyver Kiffer am besten gemundet haben.
Zwar könnte man dem Film eine Verharmlosung des Marihuana Konsums unterstellen, aber so übertrieben und überzeichnet wie das ganze gezeigt wird, kann man den Film eh nicht für voll nehmen. Wer das doch tut, der liest die Bild.
MAUI WAUWIE!

9/10

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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Mon Sep 14, 2015 5:07 pm

Half Baked

Ich habe den Film als alter Sack, mit schlecher Laune und alleine gesehen. Is klar, dass das nicht gut ausgehen konnte. Zumal drei von den vieren mir im echten Leben wahrscheinlich auf den Sack gegangen wären. Bei Kiffer-Filmen würde ich also weiter auf Cheech und Chong setzen, die ich in jungen Jahren gesehen habe. Aber schlecht war Half Baked auch wieder nicht. Paar gute Sprüche waren auch für mich dabei. „You suck, you suck, you suck, you're cool.“(da musste ich an den Typ aus Clerks denken) oder auch „We're no Drugdealer, we'are Fun raisers.“ Mal als Beispiele.
Ich bin auch nicht durch Cheech and Chong ans Kiffen gekommen, sondern ganz klassisch durch einen Rockmusiker, in meinem Fall Keith Richards (mal auf sein Drogenproblem angesprochen: „I don't have a drug problem, i have a police problem.“). Mein bester Kumpel und ich waren große Stones Fans und haben uns natürlich auch über Richards mythischen Drogenkonsum unterhalten und wurden neugierig....der Rest ist Geschichte.

6,8/10

(Ursprünglich war der Text länger, aber kurz vorm Absenden ist mir der Computer abgeschmiert und oben steht der Rest der mir spontan noch eingefallen ist.)

Und noch was zu Cheech und Chong: Die Filme sind sicher objektiv nicht besser als Half baked, aber die habe ich gesehen als ich noch jung und viel beeinflussbarer war. Außerdem kenne ich auch eher im richtigen Leben Typen wie Cheech and Chong, als solche wie aus half baked, was die Identifikation dann natürlich jeweils leichter bzw schwieriger macht.
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Re: Drogenfilme

Post by Reefer Sutherland on Mon Sep 14, 2015 5:57 pm

Andere Zeiten, andere Leute. Razz
Aber ich würde weder mit denen, noch mit denen "chillen" wollen.
"Half Baked" ist halt quasi sowas wie der Film der "Cheech & Chong" im Geiste rauchte.
Ich komme da auch super auf "How High" klar, der noch 'ne ganze Spur flacher ist.
Und jap, die Filme sind objektiv betrachtet allesamt völliger Schund.
Ändert aber nichts daran, dass ich mit dem Film mehr spass habe, als mit 20 anderen Filmen, die sich als Komödie tarnen.

Aber komm, du fandest den Film nur nicht so tutti, weil du da bestimmt nichts brauchbares da hattest. tongue
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Re: Drogenfilme

Post by Lupo on Mon Sep 14, 2015 6:44 pm

Reefer Sutherland wrote:Andere Zeiten, andere Leute. Razz
Aber ich würde weder mit denen, noch mit denen "chillen" wollen.

Naja, was heißt schon wollen? Kann man sich nicht immer aussuchen, wer bei einem Kumpel so auftaucht.
Und bei meinem besten Kumpel sind teilweise Typen aufgetaucht, da hätte ich doch lieber mit Cheech und Chong abgehangen...

Reefer Sutherland wrote:
Aber komm, du fandest den Film nur nicht so tutti, weil du da bestimmt nichts brauchbares da hattest. tongue

Very Happy Nee, da gab es keine Probleme, aber wie ich schon schrieb: Schlechte Grundstimmung (kann so laufen oder so laufen, bei mir lief es so) alleine geschaut (macht 'ne Komödie auch manchmal lahmer, als wenn man sie mit einem "Mitlacher" schaut") und eigentlich zu alt für so was.
MIt zwanzig und einem Kumpel wäre die Wertung sicher eine andere.
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Re: Drogenfilme

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